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Alfred Nobel
San Remo, August 2002
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Fährt man aus Richtung Westen (Genua, Arma di Taggia, Bussana) auf der SS 1
nach San Remo ein, so kann man vor dem ersten Kreisel
entlang der linken Straßenseite eine Reihe schöner Villen
bewundern. Eine davon gehörte Alfred Nobel, dem Erfinder des
Dynamits und Stifter des Nobelpreises. Dazu gehörte einst auch der
nahe gelegene Park.
Mehr über Alfred Nobel ...
Direkt neben der Villa Alfred Nobel steht die Villa Adriana.
Auf einer Tafel an der Gartenmauer kann man lesen, daß hier
von 1901 - 1903 die erste ukrainische Nationaldichterin, Lesya Ukrainka, lebte.
Mehr über Lesya Ukrainka ...
Alfred Bernhard Nobel
kam am 21.10.1833 in Schweden zur Welt, wuchs teilweise in St.Petersburg auf,
sprach außer Schwedisch vier Fremdsprachen fließend und machte
früh Erfahrungen in den USA.
1864 gründete er in Hamburg seine Nitroglyzerinfabrik. In Hamburg, weil Schweden
seine gefährlichen Experimente verboten hatte, nachdem es kurz zuvor bei einer Explosion
fünf Tote gegeben hatte, darunter sein jüngerer Bruder Emil.
1867 ließ er sich seine
wichtigste Erfindung, das Dynamit, patentieren. Das Dynamit - und die
Kriegsgier seiner Auftraggeber - machte ihn reich. Außer der Villa in San Remo
besaß er noch eine Villa in Paris, Avenue Malakoff. Ansonsten lebte er aber
ziemlich bescheiden.
1876 holte er die Wienerin Bertha Gräfin Kinsky
mittels einer Zeitungsanzeige als
Sekretärin und zur Oberaufsicht seines Haushalts
in die Avenue Malakoff. Leider nur für acht Tage. Dann bekam Bertha
ein Telegramm aus Wien. Kann ohne dich nicht leben meinte
der ältere Bruder von Berthas Schülerinnen bei der Familie von Suttner.
Sie reiste ab und heiratete ihn. Als Bertha von Suttner erhielt sie 1905
den Nobelpreis für ihre Jahrzehnte langen Friedensaktivitäten.
Inzwischen ist sie uns auf der österreichischen 2-€-Münze wieder erschienen.
Als Alfred Nobel am 10.12.1896 in San Remo starb,
hatte er 355 Patente inne und besaß 90 Fabriken in 20 Ländern.
Einen Teil seines Vermögen vermachte er einer
Nobelstiftung und per Testament beauftragte er
das norwegische Parlament mit der jährlichen Verleihung von Preisen
an jene, die im verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen
gebracht haben.
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Lesya Ukrainka
wurde am 25.02.1871 als Larisa Kosatch in eine nationalbewußte wolhynische
Adligenfamilie geboren. Schon Mitte der 1880-er Jahre veröffentliche sie
ihre ersten Gedichte. Allerdings zunächst nur in den damaligen österreichischen
Kronländern Galizien und Bukowina, denn 1876 war der Zarenbefehl über das
Verbot der ukrainischen Sprache in Kraft getreten. Später übersetzte sie
west- und südeuropäische Autoren ins Ukrainische.
Sie litt von Kindheit an an Knochentuberkulose und verbrachte deshalb viel Zeit
im Ausland, wo sie Heilung vom vermeintlichen Rheumatismus suchte.
Sie starb am 01.08.1913 in Kiew.
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