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Der 1.Mai fällt auf einen Donnerstag, die Sonne scheint und gerade
wurde ein neues Auto gekauft. Was liegt da näher als die zwei Mal
630 Autobahnkilometer, die Paris von Stuttgart trennen, für eine
kleine Testfahrt zu nutzen und zu schauen, ob die neue C-Klasse wirklich
so wenig Diesel braucht.
Als Jugendlicher war ich ja schon öfters mal in Paris. In Mainz war es ein guter
Brauch mit den Eltern an Ostern nach Paris oder weiter an die Loire zu fahren,
mit 17 starteten wir unsere erste Interrail-Fahrt in Paris, später
war die Schwester zu besuchen und mit 21 bin ich einmal vom Gare de l'Est
aus mit dem Fahrrad 5 km gegen die Einbahnstraße gefahren, weil
es einfach der kürzeste Weg für unsere Tour nach Soulac und Bordeaux war.
Aber im Frühjahr 2003 war das alles schon so lange her, daß es fast
nicht mehr wahr war. Also höchste Zeit die Erinnerung aufzufrischen
und zu schauen, ob Paris noch steht.
Es stand noch.
Aber die meisten Touristen, die heutzutage nach Paris fahren,
reisen ja wegen Disneyland dorthin.
Was ich davon halte, kann man hier nachlesen.
Mir gefällt einfach die Atmosphäre der Stadt, auch in den äußeren
Arrondisements. Nachdem mir am Mittwoch gegen 23 Uhr noch eingefallen war,
daß man vielleicht versuchen sollte ein Hotel im voraus zu buchen,
stand der Abreise am Donnerstag nichts mehr im Wege. Die Internetanwendung
akzeptierte ein Doppelzimmer im Hotel Comfort Davout für € 60,- pro Nacht.
Das liegt an der Stadtgrenze ganz in der Nähe der Ostautobahn und war deshalb
am folgenden Donnerstag schnell gefunden. Leider waren alle Zimmer belegt.
Aber nachdem sich die freundliche Dame davon überzeugt hatte, daß wir
tatsächlich eine gültige Reservierung hatten, besorgte sie uns mit
wenigen Anrufen ein Zimmer zum selben Preis im Comfort Bastille. So
waren wir nur wenige Meter vom Ausgehviertel an der Rue Charonne / Rue de Lappe
entfernt und hatten den besten Ausgangspunkt, den man für so wenig Geld
bekommen kann.
Die Franzosen haben heute eine Menge Moden aus England übernommen.
So gibt es auch die Doppeldecker-Aussichtsbusse zum Sightseeing, die man aus London
kennt. Bevor wir auf unseren eigenen Wegen wandelten, haben wir zuerst einmal
die Muß man gesehen haben mit solch einem Ding abgehakt.
Zweieinhalb Tage in Paris reichen nur für einen ersten Eindruck.
Aber sie reichen jedenfalls um Lust auf weitere Besuche zu bekommen.
Bis bald.
Besucher dieser Seite seit dem 01.06.2003
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© Claus Seyfried, Mai 2003 |
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