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Klöster, Strände, Karavellen .... damit lockt Portugal seine Besucher in den äußersten Westen des schönen alten Europa. Und Portugal hat viel zu bieten. Der Weg dorthin ist zwar lang, er lässt sich aber gut fahren. Denn selten sind die Fernstraßen in Südfrankreich, Spanien und Portugal so überfüllt wie deutsche Autobahnen. Außerdem gibt es viele interessante Haltepunkte auf der Strecke. Wir machten Station im alten Nîmes mit seinem römischen Amphitheater und in der großartigen Burganlage von Carcassonne im Land der Katherer. Vous êtes en Pays Kathare heißt es heute auf den braunen Hinweisschildern entlang der Autobahn. Dann ging es weiter durch das Baskenland: Biarritz, San Sebastián, Zarautz, Getaria, Ondarroa und Lekeitio. Alles ziemlich voll dort. Die Spanier wissen halt, daß die Küste im Norden, die Costa Cantábrica, sehr schön ist ! Weil wir dort tatsächlich ernsthafte Probleme bei der Zimmersuche hatten - August ist nun mal die Hochsaison - sind wir dann direkter nach Portugal gefahren als ursprünglich geplant.
Die wunderbare Architektur Salamancas ist immer einen Stopp wert. Dieser Ansicht sind heutzutage auch sehr viele Studenten aus Spanien und aus dem Ausland, auch aus Übersee. Aber dann endlich Portugal ! Und zwar dieses Mal erstmals mit brauchbarem Portugiesisch, das ich in Brasilien gelernt hatte. Überhaupt erinnerte mich jetzt vieles an Brasilien, z.B. die Churasquerias in Porto, ... und in jedem Supermarkt gibt es jetzt Guaraná in großen und kleinen Flaschen. Wie kam es überhaupt dazu, daß die Portugiesen ihre Sprache nach Brasilien brachten ? Vor 500 Jahren war Portugal eine Großmacht. Nur Spanien war ein ernsthafter Konkurrent. Überall in Portugal kann man die Zeugnisse der großartigen Vergangenheit bewundern, sofern sie vom schlimmen Erdbeben 1755 verschont wurden: das prachtvolle Kloster Batalha zum Gedenken an einen wichtigen Sieg gegen die Spanier, das Hieronymus-Kloster und der Torre von Belem, von dem die glorreichen Expeditionen in unbekannte Gewässer oftmals starteten. Ein Fehlversuch bei der Reise um Afrikas Südspitze nach Indien ist übrigens verantwortlich für die Landnahme in Brasilien (siehe dazu den Text zu Vasco da Gamas Reisen). Wir blieben vier Tage in unserem Hotel in Aveiro, anschließend fünf Tage in Carcavelos bei Lissabon. Mit dem Auto kommt überall in Portugal bestens rum, so daß wir fast jeden Tag einen größeren Ausflug unternahmen. Das Beste ist eigentlich, daß man zu Sehenswürdigkeiten, die in Deutschland weiträumig abgesperrt wären, einfach hinfährt. Direkt bis vor die Tür und aus dem Auto aussteigen. Parkgebühren: Keine ! Nachdem dann Ende August das Wetter im Großraum Lissabon unbeständiger wurde, sind wir für die letzte Woche zum Baden an die Algarve gefahren. Natürlich nicht ohne in Lagos und Sagres einen Blick auf die Keimzellen der portugiesischen Seefahrt zu werfen.
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