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KeniaZum ersten Mal
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Von zahllosen Unterhaltungen mit Kenianerinnen in Stuttgart und auch mit Deutschen, die mit Kenianerinnen
verheiratet waren oder sind, hatte ich das Gefühl, Kenia theoretisch schon ziemlich gut zu kennen.
Im Frühjahr 2007 stand ein privater Besuch in Nairobi an. So hatte ich erstmals Gelegenheit die Theorie
der anderen mit meiner Praxis zu vergleichen. Eines wurde schnell klar. Es wird mit Sicherheit nicht mein
letzter Besuch im wunderschönen Ost-Afrika bleiben.
Ein Condor-Flugzeug bringt mich von Frankfurt über Leipzig nach Mombasa. Dem entsprechend ist der Flieger zu 90% mit sächsich sprechenden älteren Ehepaaren besetzt, die voraussichtlich die kommenden zwei Wochen ihr Hotel nicht verlassen werden und die meiste Tageszeit um den Hotelpool herum verbringen werden. Verlässt man den Schutz des Hotels und geht die paar Meter hinunter zum Strand, so wird man ja sofort von Dutzenden Strandverkäufern belästigt. Also lieber im Schutz der Gruppe bleiben ! Nicht mein Fall. Ich habe wie immer nur den Flug gebucht und rufe lieber während der Zugfahrt nach Frankfurt einen Bekannten an, der mir Tipps geben kann, wohin ich mich in Mombasa am besten wenden kann, um ein gutes Hotel zu finden. Die Tipps waren gut. Ist man an den Stränden nördlich von Mombasa, so macht man alle Einkäufe im Nakumatt Nyali Einkaufszentrum, verbringt die Abende im Cheers (deutsche Speisekarte), in der Tembo-Disco oder am besten im Casablanca, und bewegt sich zwischen diesen Orten mit den Kleinbussen genannt Matatu. Ziemliches Gedränge, eigentlich nichts für dicke Leute. Die Schaffner in diesen Dingern sind die reinsten Klettermaxe. Ich habe immer meine 20 Kenia-Schilling schon beim Einsteigen bereit gehalten, weil ich später in der Enge nicht mehr an meine Hosentasche komme. Nach drei wunderschönen Tagen und Nächten fahre ich früh morgens von Mombasa mit dem Akamba-Bus nach Mombasa. Meine Freundin zeigt mir alle Sehenswürdigkeiten von Nairobi. Als Eisenbahn-Fan führte mein erster Weg aber zum Eisenbahnmuseum. Dem Vorhaben der Briten eine Bahnlinie von Küste zum Victoria-See zu bauen, verdankt überhaupt Nairobi seine Entstehung. Vor etwas über hundert Jahren entstand Nyrobi als Versorgungspunkt irgendwo auf der Strecke zwischen Mombasa und dem Victoria-See. Heute ist es die Metropole Afrikas. Über die Schwierigkeiten beim Bau der Linie gibt es viele Erzählungen. Vor allem die zwei menschenfressenden Löwen in der Nähe des heutigen Tsavo-Nationalparks brachten das ganze Projekt beinahe zum Scheitern. Solange die Löwen nur indische Arbeiter fraßen, war es ja nicht so schlimm, jedenfalls nicht für die Briten. Als sie dann aber sogar Appetit auf englische Superintendents bekamen, war der Spaß zu Ende. Die Arbeiten ruhten für mehrere Monate bis die Übeltäter endlich zur Strecke gebracht waren. Zurück nach Mombasa wieder mit dem Akamba-Bus, an den ich mich in der Zwischenzeit schon richtig gewöhnt habe, und der mich auch ein Jahr später von Nairobi nach Kampala / Uganda bringen sollte. In Mombasa sollte man natürlich nicht versäumen, die alte Festung der Portugiesen, das Fort Jesú zu besuchen. Die Geschichte der Portugiesen hier war sehr wechselvoll. Sie begann mit der ersten und vor allem mit der zweiten Reise von Vasco da Gama auf der Suche nach einem Handelsweg zum wertvollen indischen Pfeffer unter Umgehung des kontinentalen arabischen Handelsmonopols. Die erste portugiesische Seereise nach Indien wäre übrigens nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung des Sultans von Malindi an der kenianischen Nordostküste, der mit dem Sultan von Mombasa verfeindet war. Wenn ich die Geschichte richtig verstanden habe, sind im Laufe der Jahrhunderte zwei Mal sämtliche Portugiesen in Mombasa trotz ihres Forts ermordet worden.
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Am Strand
Mombasa
Fort Jesú
Mombasa
An der Straße
Mombasa
An der Straße
Nairobi
Eisenbahn-Museum
City Market
Arboretum
Nakuru-See
Rift Valley
Straße nach Narok
Masai Mara