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Der höchste Berg Afrikas ist ca. 5.800 m hoch. Seine schneebedeckte Spitze lässt sich für einigermaßen fitte Personen in einer bequemen Viertages-Wanderung ohne echtes Klettern erreichen. Das Hauptproblem ist die dünne Luft. Bekanntlich beginnt ja schon ab 5.300 m Höhe die Gefahr der Höhenkrankheit. Das Bergmassiv liegt an der Grenze zwischen Tansania und Kenia. Und zwar derart, dass die in dieser Region mit dem Lineal gezogene Grenze im Bereich des Berges eine Beule hat, die den Berg in den Besitz Tansanias bringt. Gibt es da etwa einen Hintergrund aus Kolonialzeiten ? Ja, es gibt ihn. In der Vergangenheit gab es oft Legenden, dass die englische Queen Victoria als Herrscherin über das ehemalige British East Africa (heute in etwa = Kenia + Uganda) ihrem Neffen, dem deutschen Kaiser Wilhelm, Regent über Deutsch-Ostafrika (= Tansania + Teile von Ruanda und Burundi), den Berg zur Hochzeit geschenkt haben solle. Richtig ist wohl eher, dass 1886 Verhandlungen über die verbleibenden Gebiete des Sultans von Sansibar zu dem Kompromiss führten, dass die seefahrenden Engländer sich die Hafenstadt Mombasa nahmen und die Deutschen mit dem Berg abgespeist wurden. So gehört heute Mombasa zu Kenia und der Kilimandscharo zu Tansania.
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