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AndalusienIm Sommer 2004 mit Ryanair nach SüdspanienMarbella Puerto Banús Ceuta Ronda Nerja Málaga Granada Alhambra Cádiz Jerez de la Frontera SevillaDer Sommer war da und der Projektauftrag fast zu Ende. Da zeigt ein Blick ins Internet, daß Ryanair eine neue Linie von Hahn im Hunsrück nach Jerez de la Frontera in Südspanien aufnehmen will. Angeblich soll es Eröffnungsangebote zu 3,00 € geben. Und es gibt sie wirklich: 3 € pro Nase für die einfache Strecke macht 12 € zu zweit hin und zurück. Zuzüglich der Gebühren kommen dann 70 € raus. So günstig reist man gerne. Über das Intranet meines Auftraggebers fanden wir das Angebot eines Ehepaares aus Stuttgart, das seine Ferienwohnung bei Marbella, direkt am Meer gelegen und wunderbar ausgestattet, zu einem sehr moderaten Preis in den nicht belegten Zeiten vermietet. Dann noch über das Internet einen Smart ab Flughafen gemietet, und fertig ist der ökonomische Variante des Urlaubs an der Sonnenküste. Aber wir wollen nicht nur am Strand rumliegen. So bekam der Smart mächtig zu tun und 13 Tage später hatte er fast 3.000 km mehr auf dem Tacho. Vom Flughafen bei Jerez bis zur Unterkunft in Calahonda bei Marbella waren gleich mal 250 km zu fahren. Am Morgen einen Ausflug, am Nachmittag am Strand, das war unser Plan. Die ersten Ausflüge führten nach Puerto Banús, wo man die besten Yachten bewundern kann, und nach Málaga, der Metropole der Costa del Sol. Im Gegensatz zu seinem früheren Ruf hat sich das Zentrum Málagas durch die Parks und Fußgängerzonen zu einer attraktiven Stadt gemausert. Richtig eindrucksvoll aber war der Besuch in Ronda, der alten Stadt in den Bergen, die durch eine tiefe Schlucht mit einer atemberaubenden alten Brücke in zwei Hälften geteilt ist. Aber das mit Abstand beste von allem ist die Alhambra bei Granada, eines der ganz großen UNESCO-Weltkulturerbe. Die Fahrt von Marbella aus ist zwar recht weit, aber dieses erstaunliche Bauwerk darf man nicht versäumen. Von Marbella aus besuchten wir außerdem noch Ceuta, eine der beiden Städte in Nordafrika, die noch heute zu Spanien gehören, mit der Fähre von Algeciras, und die Tropfsteinhöhle bei Nerja. Dann waren schon fast 10 Tage vorbei, und es war Zeit auf die andere Seite zum Antlantik an die Costa de la Luz (Küste des Lichts) zu wechseln. Das liegt außerdem nahe an Jerez, so daß eine realistische Chance bestand, das Flugzeug für den Heimflug rechtzeitig zu erreichen. Die Landzunge, auf der Cádiz liegt, ist größtenteils unansehnlich und von Industrieanlagen durchzogen. Aber die Altstadt des 3.000 Jahre alten Cádiz ganz vorne an der Spitze dieser Landzunge ist sensationell. Aber auch eng, so daß die wenigen Hotels meistens voll belegt und ziemlich teuer sind. Wir fanden trotzdem eine neue Suite direkt am breiten Sandstrand der Playa Victoria. Von Cádiz aus erreicht man leicht Sevilla, die wichtigste Stadt ganz Andalusiens, am Guadalquivir mit der großen Kathedrale am Platz einer ehemaligen Moschee, und natürlich Jerez de la Frontera mit seinen Bodegas, den großen Weinhandlungen und Branntweindestillen.
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